Stellungnahme zu aktuellen Google-Bewertungen

Als überregional belegte Jugendhilfeeinrichtung in freier Trägerschaft sehen wir uns aktuell mit Kritik in sozialen Medien konfrontiert. Neben vielen positiven persönlichen Rückmeldungen gibt es Klagen und Anschuldigungen, denen wir angemessen begegnen wollen.

Mit Kritik setzen wir uns gerne auseinander!

Heimerziehung in vielen Einrichtungen Deutschlands muss sich, durch zum Teil skandalöse Verhältnisse in den Nachkriegsjahren, einer Aufarbeitung der Missstände stellen. Auch wir können nicht ausschließen, dass es in der LepperMühle in der Vergangenheit Missstände gegeben hat. Wir bitten ehemalige Bewohner mit uns in Kontakt zu treten, um uns ihre Erfahrungen zu berichten.

Pädagogik hat sich gewandelt. Heute ist persönliche Eignung und professionelle Ausbildung des betreuenden Personals oberstes Gebot.

In unserer Einrichtung hat sich seit den 1980er Jahren vieles verändert. Während in der Zeit bis etwa Mitte der 80er Jahre noch Kinder mit sogenannten Verhaltensauffälligkeiten mit deutlich weniger Personal als heute betreut wurden, bieten wir inzwischen Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit psychischen Erkrankungen eine breit aufgefächerte Betreuung und Begleitung in betont wohlwollendem und konstruktivem Klima.

Zu einem solchen Klima gehört auch, dass Regeln gelten, dass Jugendliche im Laufe einer gesunden Entwicklung sich an Regeln reiben und dass man sich auseinandersetzt. Mit viel Engagement und persönlichem Einsatz unterstützen unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter diese Entwicklungsphase und geben Halt in psychischen Krisen.

Mit verschiedenen Instrumenten sichern wir den Schutz und die Rechte unserer Bewohnerinnen und Bewohner. So gibt es eine Ombudsstelle mit Briefkasten und wöchentlicher Sprechstunde.

Gewählte Vertreter der Bewohnerinnen und Bewohner aus den Gruppen bilden einen Heimrat, der monatlich tagt, mit dem vielerlei Anliegen besprochen und auf den Weg gebracht werden.

Ein differenziert ausgearbeitetes Schutzkonzept gegen körperliche und emotionale Übergriffe findet in jedem Verdachtsfall Anwendung.

Viele ehemalige Bewohnerinnen und Bewohner halten noch lange nach ihrer Entlassung den Kontakt zu ihren Gruppen/Therapeuten und bringen damit ihre Verbundenheit und ihren Dank zum Ausdruck, ohne dies öffentlich zu kommunizieren.

In jüngster Vergangenheit erhalten wir öffentlich über soziale Medien Vorwürfe und Kritik zu Vorfällen, die mehr als 30 Jahre zurückliegen. Auch hier sind wir an Aufarbeitung interessiert.

Bedauerlicherweise verunsichern diese Darstellungen Jugendliche sowie deren Familien, die an einer Aufnahme interessiert sind. Bitte lassen Sie sich nicht abschrecken, machen Sie sich selbst ein Bild von unserer Einrichtung und den Menschen, die heute hier tätig sind. Stellen Sie kritische Fragen, wir stellen uns diesen gerne.

Buseck, Februar 2019

Willy Rommelspacher
Einrichtungsleitung

Dr. Katarina Müller
Ärztliche Leitung